Wasserballer bezwingen Hildesheim mit 8:5 in der Neptunhalle

21.03.2017 - Jörg Behlendorf

Die HSG kann es doch noch! Endlich gelingt der erlösende und langersehnte 1.Saisonsieg. Ausgerchnet im letzten Spiel der Vorrunde meldet sich Warnemünde zurück in die Erfolgsspur.

Mit 8:5 (1:1, 2:2, 2:2, 3:0) bezwingt Warnemünde den Gast SC Hellas Hildesheim und sendet damit ein dickes Lebenszeichen an die Liga und alle Kritiker.

In einer knappen und stets packenden Partie war es ein unerwartetes Duell auf Augenhöhe. Hildesheim schielte bis Saisonmitte noch auf die Tabellenführung und die HSG vermochte seit zwei Jahren nicht mehr zu gewinnen. Heute sollte sich das Blatt jedoch wenden.

Nach 25 Sekunden schoss Hildesheim den ersten Angriff erfolgreich ab, Center Steven Brager (in der Torschützenliste immerhin aktuelle Vierter) traf zur 1:0-Führung. Warnemünde hielt aber dagegen und konnte seinerseits 10 Sekunden vor der 1.Viertelpause zum 1:1 durch Klaus Einhorn ausgleichen. Weder der Gastgeber noch Hildesheim, konnten sich nun absetzen und so blieb es bis ins Schlussviertel spannend. Dies zeigten die Zwischenstände von 3:3(2.Viertel) und 4:4 (3.Viertel). Die HSG  Warnemünde bestach heute durch eine geschlossen-gute Teamleistung. Bis ins 3.Viertel lief man dennoch knappen Rückständen hinterher, die man mühevoll ausgleichen konnte, ehe der heutige Vierfachtorschütze Nico Beuster zur ersten Führung beim Stande von 5:4 traf. Die Mannschaft realisierte was möglich war und man spürte, dass sich Warnemünde diesmal nicht die Butter vom Brot nehmen lassen würde. Denn am heutigen Spieltag schaffte es die HSG endlich mal, den bärenstarken Center von Hildesheim (Steven Brager) in Schach zu halten. Noch im Hinspiel beim 5:19 konnte alleine er sechsmal einnetzen, doch nicht heute. Im Schlussviertel hielt die HSG dem Druck stand, es ging mit 5:5 in die Schlussminuten. Hildesheim schien etwas die Luft auszugehen und die HSG überwand den guten Hildesheimer Torhüter doppelt zur 7:5-Führung. Die letzten Versuche der Gäste verpufften an der hervorragend eingestellten HSG-Abwehr und dann machte Spielertrainer Christian Koth 22sekunden vor dem Ende, mit seinem Tor zum 8:5, den ersten Heimsieg in der 2.Liga-Nord perfekt. Die hinkelsteingroße Last schien vom gesamten Team abzufallen, doch noch gewinnen zu können. Die Erleichterung und die Freude über den 8:5-Heimsieg waren riesengroß.

Das Fazit von Christian Koth fiel daher dementsprechend positiv aus: „Tolle Teamleistung in der Abwehr, angefangen vom Keeper Stephan Drawert über Klaus Einhorn, der erneut die große Säule in unserem Spiel war. Im Angriff trauten wir uns  endlich mehr zu und gewannen verdient gegen gute Hildesheimer. Endlich auch einmal 4 konstant gute Viertel ohne Kontrollverlust – Heimsieg, JAWOLL!“

HSG gegen Hildesheim: Stephan Drawert – Paul Helm (2 Tore), Jacob Groß, Klaus Einhorn (1), Niklas Heese, Nico Beuster (4), Roman Gruchow, Chrisitan Koth (1), Jörg Behlendorf, Tim Wellnitz

im bild: nico beuster, copyrights pic by hsg w.

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