Toll gekämpft aber letztlich doch verloren!

23.04.2017 - Jörg Behlendorf

So lautet das Fazit der 1.Halbfinalpartie der Playoffs zur Meisterschaft in der 2.Liga-Nord. Die HSG Warnemünde verliert nach sehr gutem Spiel gegen souveräne Gäste aus Laatzen mit 6:13 (1:3, 2:4, 1:2, 2:4).

Die Rollenverteilung war vor dem Halbfinale in der 2.Liga-Nord klar: Warnemünde kann nur gewinnen und für die Laatzener käme eine Niederlage einer (Negativ-)Sensation gleich. Entsprechend locker und unverkrampft spielte die HSG auf und agierte gegen anfangs verdutzt wirkende Niedersachsen auf Augenhöhe. Laatzen war jedoch gewarnt, so hatte die HSG am letzten Spieltag der Vorrunde überraschend Hildesheim mit 8:5 in der Neptunhalle bezwungen und schnupperte heute phasenweise erneut an einer Überraschung. Dabei lieferte HSG-Keeper Stephan Drawert ein Wahnsinnsspiel ab und hielt mit Super-Reflexen sein Team in der Spur. Laatzen hatte in den ersten zwei Vierteln stets einen drei-vier Torvorsprung, konnte sich seiner Sache aber nur bedingt sicher sein, da Warnemünde sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr um Stephan Drawert eine gute Leistung abrief. Zur Halbzeit stand es 3:7 und die HSG-Tore markierten Klaus Einhorn und Christian Koth doppelt. Die Gäste waren nun in der komfortablen Situation, stets frische Kräfte in Wasser zu schicken, aber auch die HSG wechselte kräftig durch und konnte dennoch auf Tuchfühlung bleiben. Als zu Beginn des Schlussviertels Roman Gruchow aus spitzem Winkel von Rechts zum 5:9-Anschluss einnetzte, keimte kurz Hoffnung für den Gastgeber auf. Die SpVg Laatzen blieb jedoch ruhig und gewann am Ende verdient aber knapp mit 13:6 gegen die HSG Warnemünde. „Wir können uns einerseits über die geschlossen gute Teamleistung freuen, auch weil unser Torhüter die Partie lange offen hielt. Andererseits haben wir es nicht geschafft, Laatzen über volle vier Viertel in Bedrängnis zu bringen. Sie haben in der Tiefe einfach den besseren Kader und deren gute Schützen und Leistung muss man auch mal anerkennen. Wir haben sie gefordert und gezeigt, dass wir guten Wasserball spielen können, wenn alle wichtigen Spieler an Bord sind.“ sagte Spielertrainer Christian Koth, der mit 3 Treffern erfolgreichster HSG-Torschütze war. Das Rückspiel wird um Längen schwieriger, weil erneut berufsbedingt viele Stammkräfte fehlen werden. Ohnehin schielt man im Ligaendspurt auf das Spiel um Bronze gegen den wahrscheinlichen Gegner Hamburger TB62.

Die wiederum, waren im anderen Playoff-Halbfinale den Gästen aus Hildesheim überraschend sang-und-klanglos mit 1:14 in eigener(!) Halle unterlegen. In beiden Best-of-Three-Serien steht es somit erwartungsgemäß 0:1 für Laatzen und Hildesheim. Die Rückspiele finden am 29.4. statt.

Die HSG gegen Laatzen:

Stephan Drawert – Paul Helm (1 Tor), Klaus Einhorn (1), Rick Plaeschke, Jacob Groß, Nico Beuster, Roman Gruchow (1), Konrad Meyer, Christian Koth (3), Jörg Behlendorf, Tim Wellnitz, Niklas Heese

im bild: stephan drawert, copyrights pic by hsg w.

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