Nachtrag /// NSV-Pokal – Aus der Traum vom Weiterkommen /// Herren /// April2018 ///

30.04.2018 - Jörg Behlendorf

Drittligist HSG Warnemünde unterliegt beiden Zweitligisten

Die HSG Warnemünde hat in einer bisher sehr wechselhaften Ligasaison auch im Pokalwettbewerb eine schwache Leistung gezeigt und ist nach zwei Spielen gegen die höherklassigen Gegner aus Hildesheim und Hamburg klar gescheitert.

Als Drittligist und aktueller Tabellendritter wollte man als Ausrichter einer der norddeutschen Pokalvorrunden den Einzug ins Vierer-Endturnier packen. Gegen Hildesheim im 1.Spiel war kein Blumentopf zu holen und nach einer teilweise ernüchternden Leistung verlor man mit 3:17 (1:4, 0:5, 0:5, 2:3). Nach dem 1:3-Anschlusstreffer durch Niklas Heese verlor die HSG zusehends den Anschluss und eiskalte Hildesheimer gewannen bravourös. „Wir haben es Anfangs wirklich versucht und das 1.Viertel war noch okay. Als die Gäste dann im 2.Viertel praktisch jede Torchance nutzten und uns in der Abwehr immer wieder abtropfen ließen, haben wir in der 2.Halbzeit stark durchgewechselt, um die Kräfte für die Partie gegen Hamburg zu bündeln,“ sagt Spielertrainer Jörg Behlendorf nach der Niederlage. Es folgte das Duell zwischen Hamburg und Hildesheim, was die Niedersachsen nach drei dominanten Spielvierteln am Ende locker mit 16:7 gewannen. Das in deren Halbzeitpause der Hamburger Spieler Raoul G. vollkommen unnötig und unpassend, die zuschauenden Warnemünder Spieler als „scheiss Ossis“ bezeichnete, verdeutlichte schon im Vorfeld, welche Brisanz im anschließenden Spiel zwischen Hamburg und Warnemünde stecken würde.

Hildesheim hatte nun zwei Siege aus zwei Spielen, war sicher weiter und Hamburg oder Warnemünde würden folgen. Der Hamburger TB ging leicht favorisiert ins Spiel und verleihte diesem Anspruch auch Deutlichkeit mit einer überharten Spielweise. Die HSG geriet paradoxerweise dadurch schnell in Foulprobleme, da man sich von der Hamburger Spielart anstecken ließ und weniger clever vor den Schiedsrichtern agierte und zu sehr mit den äußeren Einflüssen haderte, als sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren. Denn in den ersten beiden Vierteln war es auch vom Spielstand her ein enger Kampf. Hamburg legte jeweils ein Tor vor, Warnemünde verkürzte oder glich aus. Hamburg führte 6:4, doch die HSG kam durch die Tore von Sebastian Schröder und Jörg Behlendorf auf 6:6 zurück. Hamburg zog erneut davon auf 8:6, Tom Plaeschke verkürzte auf 7:8. Ab hier gelang den Hamburgern ein 9:0-Lauf, der vom Ende des 2.Viertels bis eine Minute vor Schluss halten sollte. Paul Helm konnte nur noch Ergebniskosmetik zum 8:19 betreiben. Warnemünde schied aus, Hamburg war weiter. Unterm Strich reichte die eigene Leistung nicht aus, dennoch hatte die Art und Weise der Hamburger einen faden Beigeschmack, der allerdings auch nur von einigen Spielern ausgelöst wurde. „Sie sind eine junge engagierte Truppe, mit der wir uns eigentlich gut verstehen. Sie entschuldigten sich sogar für die ein-zwei Gestrigen im eigenen Team. Solche getätigten Aussagen vergiften aber unnötig die Atmosphäre und stehen einem sportlichen Gewinner leider nicht gut,“ sagt Spielertrainer Jörg Behlendorf mit Blick auf die Endrundenteilnehmer. Fast völlig untergegangen sind dabei das Debüt des 22-jährigen gebürtigen Gothaers Christopher Wende. In beiden Spielen übernahm er schnell Verantwortung, konnte das Ausscheiden jedoch auch nicht verhindern. Im 1.Spiel gegen Hildesheim war zudem im Schlussviertel Nachwuchskeeper Anton Erben im HSG-Kasten. Der erst 14-jährige machte seine Sache gut und zeigte großes Potential. In der Parallelgruppe kam Zweitligist Laatzen weiter, sowie Drittligist Keitum. Drittligist Cuxhaven blieb ebenso auf der Strecke wie die Warnemünder.

HSG-Team in Rostock: Steidler, Erben (Torhüter) – Helm, (3 Tore), Groß, Schröder (1), R.Plaeschke, T.Plaeschke (3), Heese (2), Wende, Reihs, Koth (1), Behlendorf (1), Wellnitz, Meyer

Übersicht:

NSV-Pokal 1 in Rostock:

Spiel 1 – HSG Warnemünde – SC Hellas Hildesheim 3:17

Spiel 2 – Hamburger TB62 – Hildesheim 7:16

Spiel 3 – Warnemünde – Hamburg 8:17

NSV-Pokal 2 in Westerland:

Spiel 1 – TV Keitum – SpVg Laatzen 8:22

Spiel 2 – SC Neptun Cuxhaven – SpVg Laatzen 2:22

Spiel 3 – TV Keitum – SC Neptun Cuxhaven 18:11

NSV-Endrundenteilnehmer: Hildesheim, Hamburg, Laatzen, Keitum, Austragungsort und Termin noch offen

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