Warnemünde knapp geschlagen beim Nordpokal in Hannover /// 30.3.+31.3. ///

04.04.2019 - Jörg Behlendorf

Herren-Wasserballer zeigen Top-Leistung beim Pokalturnier gegen Zweitligisten ///

Beim diesjährigen Nordpokal unterlag die HSG Warnemünde bei allen drei Partien und scheiterte somit in der Vorrunde. Gegen die Zweitligisten Hildesheim und Hamburg sowie gegen die zweite Mannschaft von Championsleague-Teilnehmer Waspo Hannover zeigte die HSG aber durchweg tolle Leistungen.

Den Anfang machte die Partie gegen den Gastgeber im Fössebad zu Hannover. Beide Teams zeigten eine tolle Defensive, so dass sich für Wasseballverhältnisse ein torarmes Spiel entwickelte. Schuld daran war auch HSG-Keeper Philipp Steidler, der mit vielen Glanzparaden seinem Gegenüber in Nichts nachstand. Zur Halbzeit lag die HSG leider bereits mit 1:6 zurück und biss sich weiterhin die Zähne an der Waspo-Abwehr aus. Im dritten Viertel fielen gleich gar keine Tore und das Schlussviertel gewann man durch zwei Tore von beiden Centern Jacob Groß und Adrian Reihs und schloss die Partie mit 3:6(0:2, 1:4, 0:0, 2:0) ab. Im engen Fössbad schaffte es die HSG zu selten, im Angriff Druck auszuüben. Beide Abwehrreihen um deren Keeper dominierten das Spiel. „Wir hatten unsere Chancen genauso wie der Gastgeber. Philipp hat wahnsinnig gehalten und das Ergebnis hätte auch zu unseren Gunsten mit 6:3 ausgehen können, das war schade. Wir haben toll gekämpft und knapp verloren,“ sagte Spielertrainer Jörg Behlendorf im Anschluss. Mit dem guten Gefühl ging es in die Turnierpause. Am Folgetag musste Warnemünde zweimal ins Wasser. Erst gegen den Hamburger TB62 und zum Abschluss gegen Turnierfavorit Hildesheim.

Nur zwei Teams qualifizierten sich bei dieser Pokalvorrunde für das Endturnier, bei dem bereits Poseidon Hamburg und Laatzen gesetzt sind. Gegen den Zweitligisten Hamburger TB rechnete sich Drittligist Warnemünde im Vorfeld einiges aus. Es war das erwartete Duell auf Augenhöhe und beide Teams gaben Vollgas. Hamburg ging 2:0 in Führung, Youngster Ben Hüpenbecker verkürzte nach 3 Minuten auf 1:2. Dann gab es eine verherende Schwächephase der HSG. Der Hamburger TB spielte seine Zweitligaerfahrung eisklat aus, war im Zweikampf cleverer und kochte die HSG im Schnellverfahren ab und zog auf 7:1 davon. 26 Sekunden vor der 1.Viertelpause verkürzte Christopher Wende in Überzahl nochmal auf 2:7, doch diesen Rückstand sollte die HSG gegen den HTB nicht mehr wett machen können. „Hier haben sie uns die Zähne gezogen. In der 3.Liga wird nich so gut und fair verteidigt. Sie haben uns stark unter Druck gesetzt uns viele Bälle abgenommen und eiskalt verwandelt. Sie waren über das gesamte Spiel einen Tick besser und haben in der 1.Halbzeit einfach effektiver gespielt,“ resümierte Jörg Behlendorf. Erst im dritten und vierten Viertel war die HSG wieder ebenbürtig und zeigte tolle Spielzüge. Am Ende unterlag Warnemünde verdient mit 7:16(2:7, 1:4, 2:2, 2:2), war aber näher dran, als es das Ergebnis zu vermitteln mochte.

Im letzten Spiel wollte man gegen den haushohen Favoriten Hildesheim nicht untergehen, hatten diese doch bisher 16:8 gegen Hamburg und 21:4 gegen Waspo II gewonnen. „Unter zwanzig Gegentore“ lautete daher die Devise von Defensivmann Maurizio Reitzig. Danach sah es nach der 1.Halbzeit leider nicht aus, als ein ernüchterndes 1:10 auf der Anzeigetafel zu sehen war. Adrian Reihs traf zum zwischenzeitlichen 1:7. Die Luft schien raus und die zwei kräfteraubenden Partien gegen Waspo II und Hamburg zeigten ihre Wirkung in den Reihen der Warnemünder. In der 2.Halbzeit ließ Hildesheim die HSG jedoch am Leben und schraubte merklich zurück, so dass die HSG am ende noch ein versöhnliches 4:14 (0:4, 1:6, 2:4, 1:0) erreichen konnte und zumindest das vorher ausgegebene Ziel von „unter Zwanzig“ packte. „Ja wir waren wirklich platt und haben trotzdem alles bis zum Ende versucht und uns auch selber belohnt,“ sagte Torhüter Steidler.

Warnemünde schied damit aus nutzte dieses Turnier aber als guten Gratmesser für die aktuelle Leistung, die man als Tabellenführer der 3.Liga abliefert. Es fehlten mit Klaus Einhorn, Christian Koth und Konrad Meyer ohnehin deren drei Besten, so dass es die gezeigten Leistungen noch aufwertete. Die Glükwünsche galten dem Gastgeber für die sehr gute Ausrichtung der Vorrunde, die man selber gerne in Rostock durchgeführt hätte und den Finalteilnehmern Poseidon Hamburg, Laatzen, Hamburger TB62 und Hildesheim.

HSG in Hannover: Steidler – Helm, Groß (3 Tore), Hohlfeldt, Thiele(1), Heese (1), Reihs (2), Gruchow (2), Wende (1), Reitzig (1), Behlendorf (2), Hüpenbecker (1)

30.3.

Hamburger TB62 – SC Hellas Hildesheim 8:16

Waspo Hannover II – HSG Warnemüne 6:3

31.3.

Hannover II – Hildesheim 4:21

Warnemünde – Hamburg 7:16

Warnemünde – Hildesheim 4:14

Hannover II – Hamburg 12:15

Nordpokal, Fössebad Hannover 30.3.+31.3.2019:

  1. Hildesheim 3 Spiele 51:16 Tore 6:0 Punkte
  2. Hamburg 3 39:35 4:2 qualifizier für d. Endrunde
  3. Hannover II 3 22:39 2:4
  4. Warnemünde 3 14:36 0:6

Endrunde NSV-Pokal 2019, 22.+23.6.2019:

SV Poseidon Hamburg (Ausrichter), SpVg Laatzen, SC Hellas Hildesheim, Hamburger TB62

im bild: fössebad zu hannover, copyrights pic by hsg w.

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