Wasserballer mit vielen Personalumstellungen vor ungewisser Zukunft /// 09_2021

25.09.2021 - Jörg Behlendorf

HSG Warnemünde noch immer ohne Aussicht auf Ligaspiele

Für die Wasserballer der HSG Warnemünde läuft mittlerweile der zweite Monat des regulären Trainings. Nach den Sommerferien konnten unter Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen in der Neptunhalle alle HSG’ler aller Altersklassen wieder ins Becken steigen.

Für die ganz kleinen laufen nunmehr im 2.Jahr die Anfängerkurse im Schwimmen, wo ihnen von der Pike auf dass Schwimmen (inkl. Seepferdchen) und der Wasserball beigebracht wird. Die Senioren mussten nach 2020 nun erneut ihr Traditionsturnier aussetzen und ob es 2022 eine neue Ausgabe geben wird, ist derzeit ebenfalls ungewiss.

Bei den Herren haben sich die größten Veränderungen aufgetan. Der langjährige Trainer Jörg Behlendorf ist aus privaten Gründen ab August2021 vorerst zurückgetreten, somit ist die HSG nun auf der Suche nach einem neuen Coach. Dies gestaltet sich zum einen nicht leicht, zum anderen hat die HSG das Hauptproblem, dass immernoch kein Spielbetrieb im Norden in Sicht ist. „Die 3.Liga ist nachwievor ausgesetzt und keiner weiß, wann es mit den Duellen gegen Kiel, Keitum, Lübeck, Meldorf und möglichen neuen Teams wieder losgeht,“ sagt Ex-Coach Behlendorf, der der HSG jedoch noch als erfahrener Spieler zur Verfügung steht und im Sommer 2021 über dies auch zum neuen Landeswasserballwart für MV gewählt wurde.

In dieses „ligalose Vakuum“ stößt nun HSG-Kapitän Klaus Einhorn. Der gebürtige Fürstenwaldener und Ex-Spieler des Erstligisten OSC Potsdam, wird sich in der laufenden Saison dem Bundesligaaufsteiger Hamburger TB62 anschließen. „Sie haben mich gefragt und ich will das Abenteuer 1.Liga wagen. Mit der HSG sind ja leider keine Ligaspiele möglich, wahrscheinlich sogar bis zum Frühjahr2022 nicht und in dieser Zeit hat sich mir die Chance auf Bundesliga-Wasserball geboten. Ich trainiere ja auch so gut ich kann bei der HSG mit und werde auch für Warnemünde wieder spielen, sobald es möglich ist in 2022,“ sagt Klaus Einhorn. Die Hamburger haben nicht nur bei der HSG in der 3.Liga ihre Augen geworden, auch beim HSG-Kontrahenten Kiel konnten sie zwei Spieler zur neuen Erstligasaison abwerben.

Ebenfalls verlassen werden die HSG Torhüter Anton Erben und Offensivspieler Konrad Meyer. Erben wird zum dualen Studium nach Leipzig gehen und dort womöglich sich den Leipzigern anschließen, die in der 2.Liga-Ost agieren. Konrad Meyer, der vor der Corona-Pandemie 2019 und 2020 zu den besten der HSG-Herren gehörte, wird zum Studium nach Halle ziehen und sich definitiv den benachbarten Leipzigern zum Wasserball anschließen.

Trotz der vielen Veränderungen halten die Wasserballer der HSG weiter zusammen und tranieren eifrig für ihr Comeback. Auf mehrere Schultern verteilen die Aktiven ganz unbürokratisch die Anteile im Training an Kondition und Schwimmen, sowie Technik und Ball. Wenn es in 2021 bis Anfang 2022 leider doch keinen Ligabetrieb geben sollte, will man verstärkt auf Test- und Freundschaftsspiele setzen, um alle Wasserballer auch ein bisschen bei Laune zu halten und ihnen mehr als nur Trainingsspiele zu ermöglichen. Im Amateursport ist eben die Pandemie noch lange nicht ausgestanden.

im bild: klaus einhorn in aktion – copyrights pic by hsg w.

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